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	<title>Christen im Nordirak und im Turabdin</title>
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		<title>Jahrestagung 2012 der Solidaritätsgruppe Turabdin und Nordirak</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 10:35:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ho</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrestagungen]]></category>
		<category><![CDATA[Nordirak]]></category>
		<category><![CDATA[Solidaritätsgruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Turabdin]]></category>

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		<description><![CDATA[Solidaritätsgruppe Turabdin und Nordirak ܓܘܕܐ ܕܐܘܝܘܬܐ ܕܛܘܪܥܒܕܝܢ ܘܕܓܪܒܝܐ ܕܥܝܪܐܩ Solidarity group Turabdin and Northern Iraq Einladung zur 20. Jahrestagung mit Feier des 20-jährigen Jubiläums der&#160; Solidaritätsgruppe Turabdin und Nordirak &#8220;Religionsfreiheit verteidigen &#8211; Christen schützen&#8221; am 24. und 25. Februar 2012 in der Evangelischen Akademie Tutzing Seit 20 Jahren besteht die Solidaritätsgruppe, die sich für Christen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Solidaritätsgruppe Turabdin und Nordirak</h3>
<h2><strong><span style="text-decoration: underline; color: #ff0000;">ܓܘܕܐ ܕܐܘܝܘܬܐ ܕܛܘܪܥܒܕܝܢ ܘܕܓܪܒܝܐ ܕܥܝܪܐܩ</span></strong></h2>
<h3>Solidarity group Turabdin and Northern Iraq</h3>
<div>
<p><strong> </strong></p>
</div>
<h2><strong><br />
Einladung zur 20</strong><strong>. </strong><strong>Jahrestagung </strong></h2>
<h2><strong>mit Feier des 20-jährigen Jubiläums der&nbsp;</p>
<p></strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong>Solidaritätsgruppe</strong><strong> Turabdin und Nordirak</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong><strong> </strong><span style="color: #000080;">&#8220;Religionsfreiheit verteidigen &#8211; Christen schützen&#8221;<br />
</span></h2>
<h3><span style="color: #000080;">am 24. und 25. Februar 2012</span><span style="color: #000080;"> in der Evangelischen Akademie Tutzing</span></h3>
<p>Seit 20 Jahren besteht die Solidaritätsgruppe, die sich für Christen im Turabdin und im Nordirak einsetzt. Zugleich ist es die 20. Jahrestagung, die die Solidaritätsgruppe zu Themen rund um den Turabdin und den Nordirak anbietet. Dadurch ist es gelungen, immer wieder auf den Turabdin und auf den Nordirak in Kirchen und Gesellschaft aufmerksam zu machen. Die Solidaritätsgruppe versteht sich bis auf den heutigen Tag als Initiativgruppe, die sich durch Besuche und Hilfsprojekte, durch Öffentlichkeitsarbeit und Kontakte zu Kirchenleitungen und politischen Entscheidungsträgern für die dort lebenden Christen engagiert. Die Christen der Region gehören zur weltweiten ökumenischen Gemeinschaft der Christen und sollen die Gewissheit haben, nicht vergessen zu sein.</p>
<p>Im Rahmen dieser Jahrestagung wird das 20. Jubiläum der Solidaritätsgruppe gefeiert. Am Freitagabend wird es zu diesem Anlass einen festlichen Empfang der Evangelischen Kirche in Bayern und ihrer Akademie Tutzing geben. Den Festvortrag wird Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Inhaber des Lehrstuhls für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der  Friedrich-Alexander-Universität  Erlangen-Nürnberg und zugleich Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit des UN-Menschenrechtsrats halten. Grußworte, Musik, ein Bufett, Gespräche und Begegnungen sind anschließend für diesen Abend vorgesehen.</p>
<p>Die Tagung widmet sich dem Thema &#8220;Religionsfreiheit verteidigen &#8211; Christen schützen&#8221;. Um Christen im Nahen Osten eine Zukunft zu geben, braucht es eine umfassende Debatte zur Religionsfreiheit. Was dies bedeutet im nahöstlichen Kontext – gerade auch vor dem Hintergrund der Revolutionen in einigen Ländern – soll besprochen werden. Zur Tagung sind Bischöfe und Geistliche aus der Region eingeladen, unter anderem Erzbischof Timotheos Samuel Aktas aus dem Turabdin und Erzbischof Mar Gewargis Sliva aus Bagdad.</p>
<p>Wir hoffen auf eine gute und nachdenkliche Jahrestagung zum 20. Jubiläum und freuen uns auf Ihre Teilnahme!</p>
<p>Janet Abraham, München &#8211; Horst Oberkampf, Bad Saulgau &#8211; Thomas Prieto Peral, München &#8211; Shabo Talay, Bergen/Norwegen &#8211; Ernst Ludwig Vatter, Stuttgart</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1025" class="wp-caption aligncenter" style="width: 710px"><a rel="attachment wp-att-1025" href="http://nordirak-turabdin.de/einfuhrung-nordirak/rimg0230_tigris_bei_fish_habur_kl/"><img class="size-large wp-image-1025" title="RIMG0230_tigris_bei_fish_habur_kl" src="http://nordirak-turabdin.de/wp-content/uploads/2011/08/RIMG0230_tigris_bei_fish_habur_kl-e1324637412300-700x239.jpg" alt="" width="700" height="239" /></a><p class="wp-caption-text">Tigris bei Fish Habour</p></div>
<h2><span style="color: #000080;"><strong><br />
PROGRAMM</strong></span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Freitag, 24. Februar 2012</strong></span></h2>
<p><strong>14.00 Uhr     Beginn mit einer Tasse Kaffee / Tee</strong></p>
<p><strong>14.30 Uhr     Eröffnung und Einführung in die Jahrestagung 2012</strong></p>
<p>15.00 Uhr     <span style="color: #000080;"><strong>Religionsfreiheit verteidigen – Christen schützen</strong></span></p>
<p><strong>Aktuelle Denkanstöße aus der Solidaritätsgruppe<br />
</strong></p>
<p><strong>16.30 Uhr </strong> <span style="color: #000080;"><strong>Ein aktueller Bericht aus dem Turabdin</strong></span></p>
<p><strong>Erzbischof Timotheos Samuel Aktas, Kloster Mor Gabriel<br />
</strong></p>
<p><strong>17.15 Uhr</strong> <span style="color: #000080;"><strong>Ein aktueller Bericht aus Bagdad </strong></span></p>
<p><strong>Erzbischof Mar Gewargis Sliva, Bagdad</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>1<span style="color: #000080;">9.00 Uhr   FESTLICHER EMPFANG ZUM JUBILÄUM </span></strong></h2>
<h3><span style="color: #000080;"><strong>20 Jahre ökumenische Hilfe </strong></span></h3>
<h3><span style="color: #000080;"><strong>für Christen in Turabdin und Irak</strong></span><strong> </strong></h3>
<p><strong><span style="color: #000080;">mit Begegnungen, Erinnerungen, Musik und Buffet</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>FESTVORTRAG</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;"><strong><em>Gleichberechtigung von Minderheiten </em></strong></span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><em>als Forderung der Religionsfreiheit &#8211; Überlegungen und </em></strong></span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><em>Beobachtungen im Blick auf die Türkei und Nordirak</em></strong></span><strong> </strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><br />
Prof. Dr. Heiner Bielefeldt</strong></span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Universität Erlangen-Nürnberg</strong></span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>und Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen</strong></span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>für Religions- und Weltanschauungsfreiheit</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Samstag, 25. Februar 2012</strong></span></h2>
<p><strong>7.30 Uhr      Ein neuer Tag beginnt – Morgendliche Besinnung</strong></p>
<p><strong>8.00 Uhr      Frühstück</strong></p>
<p>9.00 Uhr      <strong> Rückfragen zu den aktuellen Berichten der beiden Erzbischöfe</strong></p>
<p>10.30 Uhr     <span style="color: #000080;"><strong>Herausforderungen im Kampf für Religionsfreiheit</strong></span></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Podiumsdiskussion mit Vertretern aus dem Turabdin und dem Nordirak</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>12.00 Uhr    weitere Informationen</strong></p>
<p><strong>Schlusswort</strong></p>
<p><strong>12.30 Uhr    Ende der Jahrestagung mit einem Mittagessen</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_207" class="wp-caption aligncenter" style="width: 710px"><a rel="attachment wp-att-207" href="http://nordirak-turabdin.de/2010/03/01/die-situation-der-christen-im-turabdin-01-03-2010/048_kloster_mor_gabriel_innenhof_kl/"><img class="size-large wp-image-207" title="048_kloster_mor_gabriel_innenhof_kl" src="http://nordirak-turabdin.de/wp-content/uploads/2011/07/048_kloster_mor_gabriel_innenhof_kl-e1311610103318-700x415.jpg" alt="" width="700" height="415" /></a><p class="wp-caption-text">Innenhof Kloster Mor Gabriel</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>TAGUNGSINFORMATIONEN</strong></span></h2>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Anmeldung</span></strong></p>
<p>Bitte melden Sie sich <strong>bis zum 20.01.2012</strong> mit beiliegender Anmeldung per Post, per Fax oder per Mail beim Ökumenereferat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern an.<strong> </strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Unterbringung + Kosten</span></strong></p>
<p>Die Tagungskosten <span style="text-decoration: underline;">ohne</span> Übernachtung, mit Verpflegung und Teilnahme am festlichen Empfang betragen <span style="text-decoration: underline;">60 Euro</span> pro Person.</p>
<p>Die Tagungskosten <span style="text-decoration: underline;">mit</span> Übernachtung im Einzelzimmer, Verpflegung und Teilnahme am festlichen Empfang betragen <span style="text-decoration: underline;">90 Euro</span> pro Person.</p>
<p>Die Tagungskosten <span style="text-decoration: underline;">mit</span> Übernachtung im Doppelzimmer, Verpflegung und Teilnahme am festlichen Empfang betragen <span style="text-decoration: underline;">70 Euro</span> pro Person.</p>
<p><strong>Bitte bringen Sie den Betrag unbedingt in bar mit!</strong></p>
<p>Diese Preise sind subventioniert und können daher nicht weiter ermäßigt werden, z.B. bei           früherer Abreise.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Anreise</span></strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Evangelische Akademie Tutzing</strong></span></p>
<p><strong>Schloß-Straße 2+4</strong><br />
<strong> 82327 Tutzing</strong></p>
<p><strong>Telefon: 08158 / 251-0</strong><br />
<strong> Fax: 08158 / 251-137</strong></p>
<p><strong>www.ev-akademie-tutzing.de</strong></p>
<p><strong>Von München nach Tutzing:</strong></p>
<p>Sie erreichen Tutzing mit Eilzügen der Bahnstrecke München &#8211; Garmisch bzw. München &#8211; Kochel oder mit der S 6, deren südliche Endstation Tutzing ist.<br />
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der Autobahn in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg, von Starnberg auf der B 2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing. In Tutzing ist der Weg zur Akademie ausgeschildert.</p>
<p><strong>Die Akademie in Tutzing:</strong></p>
<p>Zur Akademie geht man vom Bahnhof aus in etwa 10 Minuten: Bahnhofstraße, Hallberger Allee, Hauptstraße.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>ANMELDUNG</strong></span></h2>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>An das Ökumenereferat der ELKB</strong></p>
<p><strong>Frau Karin de la Mora</strong></p>
<p><strong>Katharina-von-Bora Str. 11-13</strong></p>
<p><strong>80333 München</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Tel: 089/5595-368</strong></p>
<p><strong>Fax: 089/5595-406</strong></p>
<p><strong>E-Mail: karin.delamora@elkb.de</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Ich nehme an der <span style="text-decoration: underline;">20. Jahrestagung der „Solidaritätsgruppe Turabdin und Nordirak“</span></li>
</ul>
<p>vom 24. bis 25. Februar 2012 und an <span style="text-decoration: underline;">dem festlichen Empfang</span> am Abend des 24. Februars 2012 in der Evangelischen Akademie Tutzing teil.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Übernachtung vom 24. auf den 25. Februar in der Akademie Tutzing wird benötigt</p>
<ul>
<li>im Einzelzimmer</li>
<li>im Doppelzimmer</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bemerkungen:      _______________________________________________</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Organisation:         _______________________________________________</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vorname:              _______________________________________________</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nachname:            _______________________________________________</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Adresse:                _______________________________________________</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>_______________________________________________</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mail:                     _______________________________________________</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Telefon:                _______________________________________________</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Unterschrift: </strong>_________________________________ ______________<strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><br />
Bitte bis <span style="text-decoration: underline;">20.01.2012</span></strong> <strong>postalisch, per Fax oder per E-Mail </strong></p>
<p><strong>zurücksenden! Ohne Anmeldung kann für Sie kein Zimmer reserviert werden.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Föderation der Aramäer schreibt Offenen Brief &#8211; 12.12.2011</title>
		<link>http://nordirak-turabdin.de/2011/12/16/foderation-der-aramaer-schreibt-offenen-brief-12-12-2011/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 12:56:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ho</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Kloster Mor Gabriel]]></category>
		<category><![CDATA[Turabdin]]></category>
		<category><![CDATA[Aramäer]]></category>
		<category><![CDATA[Kloster Mor Gabriel; türkisches Schulbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Föderation der Aramäer (Suryoye) in Deutschland (FASD) e.V. Offener Brief an die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag Heidelberg, 12.12.2011 Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel, Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident Prof. Dr. Lammert, verehrte Mitglieder des Deutschen Bundestages, nach den Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens vom 30. Oktober 1961 und der scharfen Kritik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h1>Föderation der Aramäer (Suryoye) in Deutschland (FASD) e.V.</h1>
<h2><strong>Offener Brief an die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag</strong></h2>
<p><strong>Heidelberg, 12.12.2011</strong></p>
<p><strong><br />
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,</strong></p>
<p><strong>Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident Prof. Dr. Lammert,</strong></p>
<p><strong>verehrte Mitglieder des Deutschen Bundestages,</strong></p>
<p style="text-align: justify;">nach den Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens vom 30. Oktober 1961 und der scharfen Kritik des türkischen Ministerpräsidenten an der deutschen (Integrations-) Politik kehrt abermals Ernüchterung ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Als Dachverband der Aramäer in Deutschland und zivile Vertretung der 100.000 in Deutschland lebenden und sehr gut integrierten Aramäer wissen wir um die essentielle Bedeutung des Erlernens der deutschen Sprache als notwendigen Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration und weisen diese Kritik als anmaßend und völlig inakzeptabel zurück.</p>
<p style="text-align: justify;">Während Erdogan der Bundesrepublik Deutschland vorwirft Menschenrechte zu verletzten, erreichen die Verstöße gegen Minderheiten- und Menschenrechte, die Diskriminierungen und Agitationen des türkischen Staates gegenüber der urchristlichen Gemeinschaft der Aramäer, eine gefährliche und sehr besorgniserregende Qualität.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Geschichtsbuch der zehnten Klasse aus dem Jahre 2011 &#8211; herausgegeben vom türkischen Ministerium für Bildung und Erziehung &#8211; werden die Aramäer des Landesverrats bezichtigt, die aus wirtschaftlichen Gründen aus der Türkei ausgewandert und im Westen „zum Werkzeug der politischen und religiösen Interessen der dortigen Länder“ geworden seien.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Bundesrepublik Deutschland ist somit gefordert, diesen absurden Behauptungen entschieden entgegenzutreten und klar Stellung zu beziehen. Einschüchterungs- und Hetzkampagnen dieser Art gegenüber der fast ausgerotteten Gemeinschaft der Aramäer dürfen nicht länger hingenommen werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Die indigene aramäische Bevölkerung wird in ihrer Heimat, dem Turabdin im Südosten der Türkei seit Jahrhunderten verfolgt. Lautlos, nahezu unbemerkt stirbt hier ein ehemals großes Volk, verschwindet eine Kultur, geht eine biblische Sprache verloren. Im ersten Weltkrieg wurden die Aramäer wegen ihres urchristlichen Glaubens verfolgt und Hunderttausende Opfer des an 3,5 Millionen Christen im Osmanischen Reich begangenen Völkermordes. Während der jahrzehntelangen Kämpfe zwischen kurdischen Rebellen und der türkischen Armee im Südosten des Landes flohen Tausende aus ihrem Siedlungsgebiet am &#8220;Berg der Knechte Gottes&#8221;. Von einst 200.000 Menschen in den 60er Jahren leben heute nur noch 2.000 in ihrer angestammten Heimat.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch das seit 2008 andauernde juristische Kesseltreiben gegen das aramäische Kloster Mor Gabriel und seine Leitung ist ein juristischer und politischer Skandal. Erdogan und seine Regierung verstecken sich hinter der Unabhängigkeit der Justiz, während es staatliche Behörden sind, die die Enteignungsverfahren gegen das Kloster unnachgiebig führen. Das Kloster wurde mittlerweile um große Flächen rechtskräftig enteignet. Ziel dieser systematischen, juristischen Angriffe ist zum einen die letzten verbliebenen Aramäer in der Region zu zermürben und zu vertreiben. Zum anderen werden sie dadurch in der öffentlichen Meinung und in der regionalen Bevölkerung gezielt diskreditiert und damit politisch und gesellschaftlich isoliert.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses vom türkischen Staat veröffentlichte, aktuelle Schulbuch heizt die negative Stimmung gegen die wenigen noch verbliebenen Aramäer weiter an. Bereits im April 2003 fiel das türkische Ministerium für Bildung und Erziehung unter der damaligen Leitung von Hüseyin Çelik mit Dekreten gegen christliche Minderheiten auf. Das Ministerium veranlasste die türkischen Schüler dazu, an einem Aufsatzwettbewerb über die angebliche „Völkermordlüge“ der Armenier, Pontosgriechen sowie Aramäer mitzuwirken. Gleichzeitig verpflichtete das Ministerium die türkische Lehrerschaft zur Teilnahme an dazu passenden Fortbildungsmaßnahmen und hat die Neuauflagen veralteter türkischer Schulbücher vorgenommen, in denen Nicht-Muslime in der Türkei als „Spione“, „Verräter“ sowie „Barbaren“ bezeichnet werden. Zudem verweisen die Bücher darauf, dass deren Schulen, Kirchen sowie jüdische Synagogen „schädliche Gemeinden“ sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer Zuneigung und Toleranz einfordert, muss diese Eigenschaften auch selbst an den Tag legen. Für den türkischen Staat ist die Zeit gekommen, die kulturelle Vielfalt im Land zu akzeptieren und zu schützen &#8211; anstatt sie zu bekämpfen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gemeinsam mit den Mitunterzeichnern fordern wir, als Dachverband der Aramäer in Deutschland, die Deutsche Bundesregierung eindringlich auf, sich für folgende Maßnahmen einzusetzen</strong>:</p>
<p style="text-align: justify;">1. Die türkische Regierung offen auf die eklatanten Missstände, insbesondere die ethnische und religiöse Vorurteile verstärkende Hetze in dem genannten Schulbuch anzusprechen und eine entsprechende Richtigstellung zu fordern;</p>
<p style="text-align: justify;">2. Die türkische Regierung aufzufordern, die Existenzgrundlage und die Lebensperspektive    des Klosters Mor Gabriel dauerhaft zu garantieren und den Aramäern, als Minderheit in ihrem Land im Einklang mit der Europäischen Menschenrechtskonvention die Rechte zu gewähren, die auch in der Beitrittspartnerschaft mit der Türkei eindeutig festgelegt sind;</p>
<p style="text-align: justify;">3. Die türkische Regierung aufzufordern, die Aramäer als nicht-muslimische Minderheit nach dem Lausanner Vertrag anzuerkennen, damit sie Rechtspersönlichkeit erwerben und ihre Rechte vollumfänglich ausüben können.</p>
<p style="text-align: justify;">Verschließen Sie nicht die Augen vor einer politischen Entwicklung, Opfer als Täter darzustellen und zu verunglimpfen! Schweigen Sie nicht, unterstützen Sie uns in dieser Angelegenheit!</p>
<p style="text-align: justify;">Mit freundlichem Gruß</p>
<p><strong>Daniyel Demir</strong></p>
<p><strong>Bundesvorsitzender</strong></p>
<p><strong>Föderation der Aramäer in Deutschland</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>MITUNTERZEICHNER:</h2>
<p><strong>Alevitische Gemeinde Deutschland (AABF)</strong><br />
Ali Ertan Toprak, Stellvertr. Bundesvorsitzender<strong> </strong></p>
<p><strong>Arbeitsgruppe Anerkennung &#8211; Gegen Genozid, für Völkerverständigung e.V.</strong><br />
Dr. Tessa Hofmann, Vorsitzende</p>
<p><strong>Armenische Gemeinde Köln e.V.</strong><br />
Minu Nikpay, Vorsitzende</p>
<p><strong>Armenische Gemeinde zu Berlin e. V.<br />
</strong>Vartkes Alyanak, Vorsitzender</p>
<p><strong>Christlich-Alevitischer Freundeskreis der CDU (CAF)</strong><br />
Madlen Vartian und Ali Yildiz, CAF &#8211; Sprecher</p>
<p><strong>Federation of Pontian Greek Associations in Europe</strong><br />
Ioannis Mpoursanidis, Chairman</p>
<p><strong>Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)</strong><br />
Tilman Zülch, Präsident der GfbV &#8211; International</p>
<p><strong>Verein der Griechen aus Pontos in Köln e.V.</strong><br />
Dimitrios Konstantinidis, Vorsitzender</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Verantwortlich:</strong><br />
<strong> Föderation der Aramäer (Suryoye) in Deutschland (FASD) e.V.</strong></p>
<p><strong>Postfach 12 04 57, D – 69066 Heidelberg</strong></p>
<p><strong>Email: <a href="mailto:info@fasd-online.de">info@fasd-online.de</a> Homepage: <a href="http://www.fasd-online.de/">www.fasd-online.de</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neugründung: Bund der Suryoye in Deutschland</title>
		<link>http://nordirak-turabdin.de/2011/12/15/neugrundung-bund-der-suryoye-in-deutschland/</link>
		<comments>http://nordirak-turabdin.de/2011/12/15/neugrundung-bund-der-suryoye-in-deutschland/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 10:32:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ho</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Empfohlen]]></category>
		<category><![CDATA[Turabdin]]></category>

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		<description><![CDATA[Bund der Suryoye in Deutschland Mitteilung an die Öffentlichkeit &#160; Ein erster Erfolg des Bundes der Suryoye in Deutschland: das umstrittene türkische Geschichtsschulbuch wird aus den Schulen in der Türkei zurückgezogen. Das auf Einladung unseres Patriarchen seiner Heiligkeit Moran Mor Ignatius Zakai I, Oberhaupt der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien und des ganzen Ostens, am 13. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Bund der Suryoye in Deutschland</h1>
<h2>Mitteilung an die Öffentlichkeit</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein erster Erfolg des Bundes der Suryoye in Deutschland: das umstrittene türkische Geschichtsschulbuch wird aus den Schulen in der Türkei zurückgezogen.<br />
Das auf Einladung unseres Patriarchen seiner Heiligkeit Moran Mor Ignatius Zakai I, Oberhaupt der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien und des ganzen Ostens, am 13. November 2011 neu etablierte Bündnis zwischen der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien, Diözese Deutschland, und den politischen Organisationen der Suryoye in Deutschland hat einen erfreulichen ersten Erfolg zu verzeichnen.<br />
Das Geschichtsschulbuch das in türkischen Schulen neu eingeführt wurde wird wieder zurückgezogen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Etablierung des Bündnisses ist von Dekan Abraham Gök und Pfarrer Simon Demir organisiert worden. Pfarrer Simon Demir ist Vorsitzender des Bundes der Suryoye in Deutschland. Der Bund der Suryoye in Deutschland hatte in seinen ersten Aktivitäten Erol Dora, als ersten und einzigen Volksvertreter der Suryoye im türkischen Parlament nach Deutschland zu Konsultationen und offenen Gesprächen mit dem Suryoye-Volk eingeladen.<br />
Erol Dora hat im Namen aller Suryoye und mit aktiver Unterstützung des Bundes der Suryoye in Deutschland, die Kritik der Suryoye am neuen Schulgeschichtsbuch in einem heute (13. Dezember 2012) mit dem türkischen Bildungsminister stattgefundenen persönlichen Gespräch vorgebracht und die Zusage vom Bildungsminister erhalten, dass das umstrittene Schulgeschichtsbuch aus den türkischen Schulen zurückgezogen wird. Erol Dora wurde bei seiner Visite in Deutschland auch von der deutschen Politik, vertreten durch Ralph Brinkhaus (Mitglied des deutschen Bundestages) sowie von Sven-Georg Adenauer (Landrat des Kreises Gütersloh) empfangen und in seiner Parlamentsarbeit für die Suryoye und alle Christen bestärkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am 3. Dezember 2011 wurde in der St. Maria Kirche (Gütersloh) der Orden des heiligen Mor Ephrem u Suryoyo (Orden der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien) durch Erzbischof Mor Yulius Hanna Aydin an Erol Dora verliehen.<br />
Die Einheit der politischen Organisationen der Suryoye in Deutschland gemeinsam mit der syrisch-orthodoxen Kirchen zeigt relativ schnell bereits Erfolge. Dieser Weg der Eintracht und Zusammenarbeit hat gerade erst institutionell begonnen und ist der einzige Weg für eine erfolgreiche Entwicklung der Suryoye.<br />
Ersichtlich ist auch, dass die konzertierte Zusammenarbeit der Suryoye-Organisationen in Europa mit den Volksvertretern der Suryoye in Beth Nahrin (Tur Abdin, Irak, Syrien, Libanon) ein längst überfälliger Schritt war. Das ist der Mechanismus für politische Erfolge der Suryoye in Beth Nahrin. Diese bereits fruchtvolle Zusammenarbeit zwischen den Suryoye in der europäischen Diaspora und den Suryoye in Beth Nahrin wird fortgesetzt und zukünftig weiter gestärkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Bund der Suryoye ist über die entgegenkommenden Schritte der türkischen Regierung in Bezug auf das Schulgeschichtsbuch erfreut und hofft auf eine baldige Umsetzung der Zusicherungen. Der Bund der Suryoye in Deutschland hofft auf einen Beginn guter Beziehungen zwischen den Suryoye und den türkischen Volksvertretern.<br />
Das Bündnis zwischen der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien in Deutschland und den politischen Organisationen in Deutschland steht am Beginn seiner Arbeit, wird aber auf jeden Fall erfolgreich fortgeführt und institutionalisiert werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Träger des Bundes der Suryoye-Organisationen in Deutschland sind:</strong><br />
 Syrisch-orthodoxe Kirche von Antiochien in Deutschland, vertreten von Priester Simon Demir und Dekan Abraham Gök.<br />
 ZAVD – Zentralverband der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland und Europäischen Sektionen, vertreten durch Shlemon Yonan und Shabo Hadiko<br />
 ESU – European Syriac Union, vertreten durch Aziz Gergin und Hannibal Be Dauo<br />
 DETA – Dachverband der Entwicklungsvereine Tur Abdin, vertreten durch Sabri Akbaba und Circis Gök<br />
 HSA – Föderation Suryoye Deutschland, vertreten durch Saliba Joseph und Nihat Aras</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kontaktpersonen des Bundes der Suryoye Organisationen in Deutschland:</strong><br />
- Pfarrer Simon Demir, mobil: 0175 3623255<br />
- Nihat Bakus Aras, mobil: 0174 3018218</p>
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		<title>Protestbrief an die Vertretung von Kurdistan-Irak in Berlin</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 09:33:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ho</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Empfohlen]]></category>
		<category><![CDATA[Nordirak]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorbemerkung: Die &#8220;Solidaritätsgruppe Turabdin und Nordirak&#8221; schrieb am 07.12.2011 einen Protestbrief an die Vertretung der Regionalregierung Kurdistan &#8211; Irak in Deutschland, an Herrn Dilshad Barzani in Berlin. Sie protestierte gegen die gewaltsamen Auschreitungen, die die Christen am 02.12.2011 in der Stadt Zahko betrafen, und gegen das merkwürdige Verhalten der Polizei. Auch an politisch Verantwortliche wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vorbemerkung</strong>: Die &#8220;Solidaritätsgruppe Turabdin und Nordirak&#8221; schrieb am 07.12.2011 einen Protestbrief an die Vertretung der Regionalregierung Kurdistan &#8211; Irak in Deutschland, an Herrn Dilshad Barzani in Berlin. Sie protestierte gegen die gewaltsamen Auschreitungen, die die Christen am 02.12.2011 in der Stadt Zahko betrafen, und gegen das merkwürdige Verhalten der Polizei. Auch an politisch Verantwortliche wurde ein ähnlicher Brief geschrieben.</p>
<h1>Solidaritätsgruppe Turabdin und Nordirak</h1>
<div>
<h1><span style="color: #ff0000;">ܓܘܕܐ ܕܐܘܝܘܬܐ ܕܛܘܪܥܒܕܝܢ ܘܕܓܪܒܝܐ ܕܥܝܪܐܩ</span></h1>
<p>07. Dezember 2011</p>
</div>
<p><strong>Sehr geehrter Herr Barzani!</strong></p>
<p>Am Freitag, den 02.12. 2011 kam es in Zakho, Sumail und Shiuz zu gewaltsamen Ausschreitungen gegen Christen. Nach dem Freitagsgebet gingen Jugendliche und junge Erwachsene brutal gegen Geschäfte und gegen ein Hotel vor, deren Inhaber Christen sind. Die Tatsache, dass Islamisten im bisher sicheren Kurdistan gegen Christen wüten konnten und die Polizei erst nach zwei Stunden eingriff, hat weltweit großes Entsetzen ausgelöst.</p>
<p>Wir protestieren in aller Form gegen die Tatsache, dass kurdische Sicherheitsbehörden viel zu spät gegen die islamistische Gewalt vorgegangen sind. Wir sind damit überhaupt nicht einverstanden und missbilligen dieses Verhalten der Polizei, dass sie zwei Stunden lang untätig war und nur zuschaute, während Schlägertrupps das Hab und Gut christlicher Geschäftsinhaber zerstörten und viele von ihnen verletzten.</p>
<p>Bei unseren Delegationsbesuchen in Irakisch Kurdistan wurde uns von hoher politischer Stelle immer wieder versichert: Die Christen werden dort willkommen geheißen. Und doch fehlt nun der notwendige Schutz von Seiten der Regierung und der Polizei, damit die Christen ohne Angst in ihrer Heimat leben können.</p>
<p>Wir sind davon überzeugt, dass die Regierung in Irakisch Kurdistan dazu in der Lage ist, für den Schutz ihrer Minderheiten zu sorgen. Die kurdischen Autoritäten tun sich &#8211; international gesehen – damit auch einen guten Dienst, wenn sie sich für ihre Minderheiten einsetzen.</p>
<p>Wir fordern deshalb, dass die Verantwortlichen in Irakisch Kurdistan alles tun, dass Gewalt und Hass gegen eine ethnische und religiöse Minderheit keine Chance haben. Heute waren es die Christen, morgen könnten es die Yeziden sein und übermorgen die Shabaks. Der Schutz muss allen gelten.</p>
<p>Weiter fordern wir, dass die Verantwortlichen in Irakisch Kurdistan Schritte der Wiedergutmachung auf die betroffenen Christen zumachen. Die Christen müssen es wissen und spüren, dass sie in dieser Gesellschaft willkommen und Teil dieser Gesellschaft sind.</p>
<p>Ein Rechtsstaat muss konsequent und handlungsfähig sein. Daher fordern wir auch die konsequente Verfolgung und Bestrafung der Gewalttäter. Sollte auch nur der Hauch eines Verdachtes bleiben, dass solche Gewalttaten von der Regierung billigend in Kauf genommen werden, würde der Region Kurdistan immenser Schaden entstehen. Das kann niemand wollen.</p>
<p><strong>Christen &#8211; Assyrer Chaldäer Syrer und Armenier &#8211; und Kurden leben seit vielen Jahren im heutigen Irakisch Kurdistan zusammen und das wird hoffentlich auch in Zukunft so sein.</strong></p>
<p>Mit freundlichen Grüßen nach Berlin<br />
Das Leitungsteam der „Solidaritätsgruppe Turabdin und Nordirak“<br />
i.A. Pfarrer i.R. Horst Oberkampf, Bad Saulgau</p>
<p>und Janet Abraham, München – Kirchenrat i.R. Ernst-Ludwig Vatter, Stuttgart – Prof. Dr. Shabo Talay, Bergen/ Norwegen – Kirchenrat Thomas Prieto Peral, München</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Informationen aus dem Nordirak von Juli bis Dezember 2011</title>
		<link>http://nordirak-turabdin.de/2011/12/14/aus-den-letzten-monaten-und-wochen-informationen-aus-dem-nordirak-15-12-2011/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 20:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ho</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Nordirak]]></category>
		<category><![CDATA[Kirkuk]]></category>
		<category><![CDATA[Zakho]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Zeitraum umfaßt Juli &#8211; Dezember, genauer den 8.Juli.2011 bis 2. Dezember 2011. Geschrieben wurde dieser &#8220;Rückblick am 14.12.2011. In diesen Monaten passierte u.a. folgendes im Nordirak &#8211; die Nachrichten werden stichwortartig aufgezählt: &#160; Am 8.7.2011 wurde in Kirkuk vom chaldäischen Erzbischof Dr. Louis Sako eine neue chaldäische Kirche eingeweiht. Die Kirche wurde dem Apostel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Zeitraum umfaßt Juli &#8211; Dezember, genauer den 8.Juli.2011 bis 2. Dezember 2011. Geschrieben wurde dieser &#8220;Rückblick am 14.12.2011. In diesen Monaten passierte u.a. folgendes im Nordirak &#8211; die Nachrichten werden stichwortartig aufgezählt:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am <strong>8.7.2011</strong> wurde in <strong>Kirkuk </strong>vom chaldäischen Erzbischof Dr. Louis Sako eine neue chaldäische Kirche eingeweiht. Die Kirche wurde dem Apostel Paulus geweiht. Sie steht in einem neuen Stadtteil von Kirkuk. Dort leben Flüchtlinge, die aus verschiedenen Teilen des Irak kommen. Vertreter der Provinzverwaltung waren Gäste der Chaldäischen Kirchengemeinde. Auch der Imam war anwesend. Der Erzbischof rief die Christen dazu auf, im Land zu bleiben und ihren Glauben zu bezeugen. Wörtlich sagte er: &#8220;Die Bürger Kirkuks müssen zusammenhalten und zusammenarbeiten, damit bessere Zeiten möglich werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1129" class="wp-caption aligncenter" style="width: 710px"><a rel="attachment wp-att-1129" href="http://nordirak-turabdin.de/2011/08/15/there-was-a-new-attack-against-christian-churches/st_ephrem_church_kirkuk_6/"><img class="size-large wp-image-1129" title="St_Ephrem_Church_Kirkuk_6" src="http://nordirak-turabdin.de/wp-content/uploads/2011/08/St_Ephrem_Church_Kirkuk_6-e1313422186381-700x333.jpg" alt="" width="700" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">St. Ephrem Kirche in Kirkuk zerstört</p></div>
<p>Am <strong>15.8.2011</strong> wurde die syrisch orthodoxe Kirche in <strong>Kirkuk</strong>, die<strong> Kirche des Heiligen Ephrem</strong> angegriffen. Verschiedene Sprengsätze wurden gezündet. Menschen wurden nicht verletzt. Die Kirche wurde stark zerstört.</p>
<p>Im Katholischen Magazin für Kirche und Kultur war am16.08.2011 im Zusammenhang mit dem Angriff der syrisch orthodoxen Kirche des Heiligen Ephrem zu lesen: &#8220;Die Christen des Irak sind seit Ende des Zweiten Golfkrieges zur Zielscheibe radikaler Islamisten geworden. Das Gebiet von Kirkuk verfügt über die bedeutendsten Erdölreserven des Irak. Das Gebiet ist zwischen Arabern, Turkmenen und Kurden umstritten. Die kleine christliche Gemeinschaft befindet sich zwischen den Stühlen. Auch lokale Kräfte nützen die Unruhe, um das Gebiet &#8220;christenrein&#8221; zu machen&#8221;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am <strong>01. und am 03. Oktober 2011</strong> wurden zwei Christen in <strong>Kirkuk </strong>ermordet, die der Chaldäischen Kirche angehörten. Leider kommt es immer wieder vor, dass Christen umgebracht werden, ohne dass man erfährt, wer die Täter waren. Zugleich wird deutlich, wie unsicher die Großstädte im Irak sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am <strong>22.10.2011 </strong>wies der <strong>amerikanische Präsident Barack Obama</strong> erneut darauf  hin, dass die US Truppen bis Ende 2011 &#8220;nach Hause geholt&#8221; werden. Dann müssen die Iraker alleine für Sicherheit und Schutz der Bevölkerung im Irak sorgen. Seit Kriegsbeginn 2003 sind mehr als 4400 US Soldaten und über 100.000 irakische Zivilisten gestorben, vor allem bei Attentaten. Nicht nur Präsident Obama, die ganze amerikanische Bevölkerung und auch die US Soldaten sind &#8220;kriegsmüde&#8221;, ganz zu schweigen von den hohen Ausgaben, die dieser Krieg  verschlungen hat. Gegenwärtig halten sich noch 4.000 US Soldaten im Irak auf. Bis 170.000 Soldaten waren es zeitweise.</p>
<p>Bei einem Festakt zum bevorstehenden Abzug der letzten US Soldaten sagte der amerikanische Verteidigungsminister Leon Panetta den Irakern Unterstützung Amerikas über den Abzugstermin hinaus  zu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1119" class="wp-caption aligncenter" style="width: 710px"><a rel="attachment wp-att-1119" href="http://nordirak-turabdin.de/2011/08/11/interview-mit-erzbischof-nona-aus-mosul/ninniveh_tor_mosul/"><img class="size-large wp-image-1119" title="ninniveh_tor_mosul" src="http://nordirak-turabdin.de/wp-content/uploads/2011/08/ninniveh_tor_mosul-e1313057647956-700x288.jpg" alt="" width="700" height="288" /></a><p class="wp-caption-text">Nineveh Tor bei Mosul</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am <strong>Freitag, 02. Dezember 2011</strong> nach dem Freitagsgebet zog eine aufgebrachte Menge in <strong>Zakho </strong>in die Stadt und zerstörte Geschäfte und ein Hotel, deren Inhaber Christen sind. Es gab viele Verletzte. Was unverständlich war und ist, dass die kurdische Polizei lange Zeit nicht eingegriffen hatte. Erst nach 2 Stunden, in denen sich vor allem junge Erwachsene austoben konnten und Christen in große Ängste stürzte, griff sie ein und versuchte wieder Ruhe herzustellen.</p>
<p>Man vermutet, dass islamistische Extremisten hinter diesen Angriffen standen. <strong>Zakho liegt in Irakisch Kurdistan nahe der Grenze zur Türkei.</strong> Die Unruhen wurden von Zakho aus in die Städte Sumeil und Shiuz getragen. Die Unruhen in Zakho gehörten sicher zu den schwersten Angriffen, die in Irakisch Kurdistan gegen Christen in den letzten Jahren verübt wurden.</p>
<p>Die &#8220;Solidaritätsgruppe Turabdin und Nordirak&#8221; protestierte wegen des mangelnden Schutzes für die Christen und wegen des Verhaltens der Polizei bei der Vertretung der Regionalregierung Kurdistan &#8211; Irak&#8221; in Berlin und bei politisch Verantwortlichen in Irakisch Kurdistan. Der Brief ist gesondert unter &#8220;Aktuelles&#8221; auf dieser Homepage abgelegt.</p>
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		<title>EKD Ratsvorsitzender besucht evangelische Gemeinde in Istanbul</title>
		<link>http://nordirak-turabdin.de/2011/11/30/ekd-ratsvorsitzender-besucht-evangelische-gemeinde-in-istanbul/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 10:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ho</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Kloster Mor Gabriel]]></category>
		<category><![CDATA[Turabdin]]></category>

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		<description><![CDATA[Evangelische Kreuzkirche feiert 150. Geburtstag 29. November 2011 Die evangelische Kreuzkirche in Istanbul feiert in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag. Zu diesem Anlass wird der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, am 3. und 4. Dezember zu den Jubiläumsfeierlichkeiten der deutschsprachigen evangelischen Auslandsgemeinde an den Bosporus reisen. Am Samstag, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ekd.de/default.html"></a><strong> </strong></p>
<p><strong>Evangelische Kreuzkirche feiert 150. Geburtstag</strong></p>
<p><strong>29. November 2011</strong></p>
<p>Die evangelische Kreuzkirche in Istanbul feiert in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag. Zu diesem Anlass wird der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, am 3. und 4. Dezember zu den Jubiläumsfeierlichkeiten der deutschsprachigen evangelischen Auslandsgemeinde an den Bosporus reisen. Am Samstag, 3. Dezember, ist zuerst eine Begegnung mit dem griechisch-orthodoxen Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus I., geplant. Am Sonntag, 4. Dezember, findet um 10.30 Uhr ein Festgottesdienst in der Kreuzkirche im Stadtteil Tarlabasi in Beyoglu (Aynaliçesme, Emin Camii Sok. 30, 34435 Beyoglu) statt, in dem der Ratsvorsitzende die Predigt halten wird.</p>
<p>Sowohl der Besuch der Auslandsgemeinde wie auch die Begegnung mit dem Ehrenoberhaupt der orthodoxen Kirche solle ein Zeichen der Solidarität mit der christlichen Minderheit in der Türkei setzen, erklärte der EKD-Ratsvorsitzende im Vorfeld der Reise. Stellten die Christen am Ende des 19. Jahrhunderts noch rund 25 Prozent der Bevölkerung im Gebiet der heutigen Türkei, bilden sie heute nur noch rund 0,2 Prozent. Sowohl die einheimischen Kirchen wie auch die Auslandsgemeinden erleben in der Türkei zahlreiche Einschränkungen. „Wir haben mit großer Freude die Ankündigung des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan gehört, dass der türkische Staat den christlichen und jüdischen Gemeinden konfisziertes Eigentum zurückgeben werde. Nun kommt es freilich auf die tatsächliche, unbürokratische Umsetzung dieser Ankündigung an.“</p>
<p>Es gehe aber nicht nur um die Eigentumsfragen, erklärte Präses Schneider. „Wir erwarten die grundsätzliche Anerkennung der öffentlichen Religionsfreiheit aller christlichen Kirchen in der Türkei, die europäischen Standards entspricht. Sowohl die orientalischen als auch die orthodoxen, evangelischen und katholischen Kirchen müssen ihre Geistlichen im Land ausbilden können.“ Obwohl in der Vergangenheit bereits mehrfach eine Wieder-Eröffnung in Aussicht gestellt worden sei, sei die Ausbildungsstätte für Theologen in der Orthodoxen Akademie auf Heybeliada/Chalki noch immer geschlossen. <span style="color: #000080;"><strong>Auch die juristischen Enteignungsversuche des syrisch-orthodoxen Klosters Mor Gabriel im Tur Abdin verfolge er mit großer Sorge, so Schneider. </strong></span>Angesichts der vielen gestrandeten Flüchtlinge am Bosporus freue er sich über die ökumenischen und die interreligiösen Initiativen der Gemeinden in Istanbul und Ankara, in die auch die deutschsprachige evangelische Gemeinde eingebunden ist.</p>
<p>Die Evangelische Gemeinde deutscher Sprache in der Türkei ist bereits über 160 Jahre alt. Kaufleute, Offiziere und Handwerker, die aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Konstantinopel gekommen waren, gründeten hier im Jahr 1843 eine evangelische Gemeinde. Von Anfang an engagierte sich diese auf dem Gebiet der Diakonie. Ihre Mitglieder gründeten das “Evangelische Asyl“, einen Verein, der Menschen unterstütze, die krank geworden oder als Fremde in die Hauptstadt des Osmanischen Reiches gekommen waren. Aus diesem Verein ging später das Deutsche Krankenhaus (Alman Hastanesi) hervor. Außerdem gründete die Gemeinde im Jahr 1850 eine deutsche Schule, in deren Räumen heute die Wohnung der Pfarrerin untergebracht ist. 1861 konnte die Evangelische Gemeinde schließlich ihre Kirche einweihen, welche über der Schule in Beyoglu errichtet worden war. Zuvor waren &#8211; seit dem 16. Jahrhundert &#8211; evangelische deutschsprachige Gottesdienste in verschiedenen Gesandtschaftskapellen abgehalten worden.</p>
<p>Anlässlich ihres Jubiläums zeigt die Gemeinde eine Ausstellung über die Geschichte des Kirchenbaus und des frühen Gemeindelebens. In den Akten existiert einzigartiges Material, das bis zu den Anfängen zurückreicht: Taufregister mit ersten Einträgen von 1844, sowie Sterbe- und Trauregister, ein Abendmahlgeschirr von 1855, Pläne zur Geschichte und Renovierungsarbeiten am und im Gebäudekomplex. Fotos zeigen, wie die Kirche einmal ausgesehen hat, bis hin zu Details wie der kaiserlichen Botschafterloge.</p>
<p>Hannover, 29. November 2011</p>
<p>Pressestelle der EKD<br />
Silke Römhild</p>
<p>Quelle: Pressestelle der EKD -  <a href="http://http://www.ekd.de/presse/pm306_2011_istanbul.html"> http://www.ekd.de/presse/pm306_2011_istanbul.html</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Zur Lage der Christen in der Türkei &#8211; NZZ 16.11.2011</title>
		<link>http://nordirak-turabdin.de/2011/11/18/warten-auf-grundlegende-verbesserungen-zur-lage-der-christen-in-der-turkei-16-11-2011/</link>
		<comments>http://nordirak-turabdin.de/2011/11/18/warten-auf-grundlegende-verbesserungen-zur-lage-der-christen-in-der-turkei-16-11-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 09:37:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ho</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Kloster Mor Gabriel]]></category>
		<category><![CDATA[Turabdin]]></category>

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		<description><![CDATA[16. November 2011, Neue Zürcher Zeitung Warten auf grundlegende Verbesserungen Die Lage der Christen in der Türkei bleibt trotz einigen Fortschritten problematisch Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios ist 20 Jahre im Amt. Trotz widrigen Umständen hat er die Hoffnung auf mehr Religionsfreiheit nie aufgegeben. Seit einiger Zeit gibt es ermutigende Anzeichen. Doch die Realisierung gestaltet sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #000080;"><strong>16. November 2011, Neue Zürcher Zeitung</strong></span></h3>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Warten auf grundlegende Verbesserungen</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Die Lage der Christen in der Türkei bleibt trotz einigen Fortschritten problematisch</strong></span></p>
<p><strong>Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios ist 20 Jahre im Amt. Trotz widrigen Umständen hat er die Hoffnung auf mehr Religionsfreiheit nie aufgegeben. Seit einiger Zeit gibt es ermutigende Anzeichen. Doch die Realisierung gestaltet sich schleppend.</strong></p>
<p>Ulrich Pick</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1353" href="http://nordirak-turabdin.de/2011/11/18/warten-auf-grundlegende-verbesserungen-zur-lage-der-christen-in-der-turkei-16-11-2011/kock_u-_oekum-_patriarch_istanbul-2/"><img class="alignleft size-full wp-image-1353" title="kock_u._oekum._patriarch_istanbul" src="http://nordirak-turabdin.de/wp-content/uploads/2011/11/kock_u._oekum._patriarch_istanbul1.jpg" alt="" width="275" height="184" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><strong>Begegnung zwischen</strong><strong> dem ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I.<br />
im Fanar in Istanbul, und dem </strong><strong> EKD Ratspräsidenten Manfred Kock<br />
aus Deutschland</strong><strong> </strong><strong>Mai 2001</strong></p>
<p>Eigentlich war das Treffen in Istanbul Ende August nichts Besonderes. Denn der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hatte nicht zum ersten Mal während des Ramadans Vertreter der nichtmuslimischen Minderheiten zum abendlichen Iftar-Essen eingeladen. Diesmal ereignete sich beim Fastenbrechen aber eine Überraschung. Erdogan verkündete zum Erstaunen seiner Gäste, die Türkei werde ab sofort den jüdischen und christlichen Gemeinden all jene Immobilien zurückgeben, die sie über Jahrzehnte konfisziert habe. Obgleich vor allem die griechisch-orthodoxe Kirche in der Vergangenheit Ankara immer wieder ermahnt hatte, dieses Problem endlich zu lösen, wirkte der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I., der neben Erdogan sass, sichtlich überrumpelt. Er zeigte sich zwar durchaus erfreut, brachte aber nicht viel mehr als einen kurzen Satz über die Lippen: «Das ist die Wiedergutmachung, die Beseitigung eines Unrechts.»</p>
<p><strong><br />
</strong><strong> </strong></p>
<p><strong>Schwierige Rückgabe</strong></p>
<p>Das vom orthodoxen Kirchenoberhaupt angesprochene Unrecht geht zurück auf das Jahr 1936. Damals mussten alle nichtmuslimischen Stiftungen, die als Rechtsträger von Gotteshäusern fungierten, ihren Besitz auflisten. Grosse Teile davon – es handelt sich um mehr als tausend Gemeindehäuser, Hospitäler, Schulen, Wohnhäuser und Friedhöfe – wurden dann in der Folgezeit vom türkischen Staat eingezogen und teilweise an Dritte veräussert. Mit der jetzigen Novelle soll das konfiszierte Gut an die ehemaligen Eigentümer zurückgegeben oder eine Entschädigung gezahlt werden, die dem heutigen Marktpreis entspricht.</p>
<p>Die Umsetzung dürfte allerdings nicht einfach sein. Denn sie könnte zahlreiche bisher unbeantwortete Fragen zum Umgang der Türkei mit ihren nichtmuslimischen Minderheiten aufwerfen. Kein Wunder, dass sich Ministerpräsident Erdogan deshalb selbstkritisch zeigte und hervorhob, dass die neue Verordnung nicht nur bisherige Defizite beseitige, sondern auch ein Problem löse, das dem Ansehen der Türkei auf internationalem Parkett jahrzehntelang geschadet habe.</p>
<p>Warum der Schritt gerade zum jetzigen Zeitpunkt erfolgt, ist schwer zu sagen. Möglicherweise aber ist der vom türkischen Regierungschef angekündigte Weg der Rückgabe von Immobilien für Ankara erträglicher, als sich in dieser Sache immer wieder mit Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte konfrontiert zu sehen und sehr häufig auch verurteilt zu werden. So hatte das Ökumenische Patriarchat noch im Frühjahr nach jahrelangen Verhandlungen und infolge eines Strassburger Urteils den ebenfalls vor Jahrzehnten enteigneten Prinkipo-Palast auf der Prinzeninsel Büyük Ada (griechisch: Prinkipo), der lange ein orthodoxes Waisenhaus war, zurückbekommen.</p>
<p><strong>Kirchenpolitische Erfolge</strong></p>
<p>Für den Ökumenischen Patriarchen ist die angekündigte Rückgabe konfiszierten Kircheneigentums eine Bestätigung seiner Politik der Gesprächsbereitschaft. Bartholomaios I., der mit bürgerlichem Namen Dimitrios Archondonis heisst und seit 20 Jahren das Amt des Ehrenprimas der weltweit rund 300 Millionen orthodoxen Christen bekleidet, gilt nämlich als ein Mann des verbindlichen Wortes und der ausgestreckten Hand – selbst wenn die Rahmenbedingungen nicht optimal sind. So lud der heute 71-Jährige im Spätherbst 2006 Papst Benedikt XVI. nach Istanbul ein, welcher sich im Juni 2008 zum Beginn des «Paulus-Jahres» mit einer Gegeneinladung revanchierte.</p>
<p>Zudem gelang es ihm, das über lange Jahre hin belastete Verhältnis zur russisch-orthodoxen Kirche auf eine neue, freundschaftliche Basis zu stellen. Denn nur wenige Monate nachdem der neue Moskauer Patriarch Kyrill seine Antrittsvisite am Bosporus gemacht hatte, flog Bartholomaios im Mai 2010 zu einem ebenso überraschenden wie kirchenpolitisch wichtigen zehntägigen Gegenbesuch in die russische Hauptstadt. Am Ende der Visite sprach er sogar davon, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre endlich das von ihm erhoffte grosse Panorthodoxe Konzil einberufen werden könne. Es wäre das erste seit mehreren Jahrhunderten.</p>
<p>Diesen bemerkenswerten Fortschritten auf der internationalen Bühne steht die eher zwiespältige Lage der Christen in der Türkei gegenüber, deren Gesamtzahl unter 100 000 liegen dürfte. (60 000 Armenier, 20 000 Assyrer und nicht einmal 3000 Griechen.) Dabei waren in den vergangenen Jahren durchaus einige positive Entwicklungen auszumachen. Zum einen erlaubte die Regierung Erdogan, dass im bisher geschlossenen, traditionsreichen griechischen Kloster Sümela (griechisch: Panagia Soumela) bei Trabzon und in der alten armenischen Heilig-Kreuz-Kirche auf der Insel Akdamar (armenisch: Aghtamar) im ostanatolischen Van-See einmal im Jahr wieder ein Gottesdienst gefeiert werden darf.</p>
<p><strong>Ein Assyrer im Parlament</strong></p>
<p>Zum anderen sitzt nach der Wahl vom vergangenen Juni mit dem Assyrer Erol Dora aus der Provinz Mardin erstmals seit fast einem halben Jahrhundert wieder ein Christ im türkischen Parlament. Und zudem bekamen 15 griechisch-orthodoxe Metropoliten aus dem Ausland die türkische Staatsbürgerschaft angeboten. Damit konnte der bisher kleine und teilweise überalterte Kreis der potenziellen Nachfolger des Ökumenischen Patriarchen erweitert werden. Das orthodoxe Kirchenoberhaupt muss laut staatlichen Vorgaben einen türkischen Pass haben.</p>
<p>Trotz diesen erfreulichen Neuerungen aber hat sich die Lage der Christen in der Türkei nicht grundlegend geändert. So ist das Kloster Mor Gabriel in der südostanatolischen Region Tur Abdin, das über Jahrhunderte das Zentrum der syrisch-orthodoxen Christen bildete, seit Jahren bereits in dubiose Rechtsstreitigkeiten verwickelt. Hierbei ist zu befürchten, dass die über 1600 Jahre alte Anlage grosse Teile ihrer Ländereien abtreten muss. Zudem hat bisher keine der einheimischen christlichen Kirchen die Möglichkeit, in der Türkei Priesternachwuchs auszubilden.</p>
<p>Die griechisch-orthodoxen Christen beispielsweise warten seit Jahren darauf, dass ihr 1971 vom türkischen Staat geschlossenes Priesterseminar auf der Prinzeninsel Heybeli Ada (griechisch: Halki) endlich wieder geöffnet werden darf. Doch obgleich die einst bekannte Hochschule, an der Patriarch Bartholomaios seine Ausbildung erhielt, seit nunmehr 40 Jahren von den Mönchen des angeschlossenen Klosters der Heiligen Dreifaltigkeit in tadellosem Zustand gehalten und die stattliche Bibliothek nach wie vor mit den neuesten Nummern theologischer Fachzeitschriften bestückt wird, sind die Tore weiterhin geschlossen. Dabei machen mit schöner Regelmässigkeit Gerüchte die Runde, der Lehrbetrieb werde bald wiederaufgenommen.</p>
<p><strong>Hindernisse</strong></p>
<p>Doch obgleich die Kette hoffnungsvoller Erwartungen nicht abreisst und die Europäische Union in jedem Fortschrittsbericht über ihren Beitrittskandidaten Türkei gebetsmühlenartig die Wiederöffnung der theologischen Hochschule fordert, bleibt die Sache kompliziert. So erlaubt Ankara die Eröffnung privater Universitäten nur, wenn sie unter der Kontrolle des staatlichen Hochschulrates (YÖK) stehen. Dadurch werde, so wird offiziell argumentiert, die Gefahr eingedämmt, dass sich private islamistische Ausbildungsstätten im Land breitmachen und Einfluss nehmen könnten.</p>
<p>Vonseiten des Ökumenischen Patriarchats allerdings tut man sich mit staatlich vorgegebenen Richtlinien und Lehrplänen schwer. Beim türkischen Staat nämlich, so heisst es, gebe es keine Fachkompetenz für orthodoxe Theologie. Und am Sitz des Patriarchen, wo man über diese Voraussetzung verfüge, habe noch niemand aus dem Kulturministerium um Unterstützung nachgefragt. Dabei sei eine Zusammenarbeit bereits angeboten worden.</p>
<p><em>Ulrich Pick ist Redaktor beim SWR in Mainz. Er war zuvor ARD-Hörfunk-Korrespondent in Istanbul.</em></p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Quelle</span>: Zugeschickt via email von ADO, Schweiz &#8211; Artikel in der &#8220;Neuen Zürcher Zeitung&#8221;(NZZ) am 16.11.2011 abgedruckt &#8211; vielen Dank für die Veröffentlichung hier!<br />
</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Yonadam Kanna erhielt Friedenspreis in London &#8211; 4.10.2011</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 15:34:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ho</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nordirak]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Assyrische Politiker im Irak Yonadam Kanna  erhielt am 4.10.2011 den Friedenspreis von &#8220;Foundation for Relief and Reconciliation in the Middle East&#8221; (FRRME &#8211; www.frrme.org) im &#8220;House of Lords&#8221;. Yonadam Kanna, die &#8220;politische Stimme der Christen&#8221; im Parlament von Bagdad ist seit vielen Jahren im politischen Geschäft. Er war in den neunziger Jahren des letzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1314" class="wp-caption aligncenter" style="width: 422px"><a rel="attachment wp-att-1314" href="http://nordirak-turabdin.de/2011/10/20/yonadam-kanna-erhielt-friedenspreis-in-london-4-10-2011/irak_201006_peral-422_yonadam_kanna-2/"><img class="size-medium wp-image-1314" title="Irak_201006_Peral 422_yonadam_kanna" src="http://nordirak-turabdin.de/wp-content/uploads/2011/10/Irak_201006_Peral-422_yonadam_kanna1-400x266.jpg" alt="" width="412" height="274" /></a><p class="wp-caption-text">Der Politiker Yonadam Kanna aus Bagdad  ( Foto: Thomas Prieto Peral) </p></div>
<p>Der Assyrische Politiker im Irak Yonadam Kanna  erhielt am 4.10.2011 den Friedenspreis von &#8220;Foundation for Relief and Reconciliation in the Middle East&#8221; (FRRME &#8211; <a href="http://www.frrme.co.uk/latest-news/iraq-from-within">www.frrme.org</a>) im &#8220;House of Lords&#8221;.</p>
<p>Yonadam Kanna, die &#8220;politische Stimme der Christen&#8221; im Parlament von Bagdad ist seit vielen Jahren im politischen Geschäft. Er war in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts in Irakisch Kurdistan Minister für Wiederaufbau. Er wurde zum zweiten Mal (2005 und 2009) als christlicher Abgeordneter ins Parlament von Bagdad gewählt. Dort ist er auch Vorsitzender eines Parlamentsausschusses &#8220;Work and Social Affairs&#8221;. Dies ist eine große Auszeichnung und bedeutet eine breite Anerkennung der politischen Arbeit von Yonadam Kanna, da er als einziger christlicher Abgeordneter von fünf gewählten christlichen Delegierten diese Verantwortung übertragen bekam. Außerdem ist er Generalsekretär seiner Partei &#8220;Assyrian Democratic Movement&#8221; (ADM).</p>
<p>Der Preis wurde an Yonadam Kanna von Hochwürden Canon Dr. Andrew White, Lord Hylton und dem früheren Erzbischof von Canterbury, Lord Carey in Anwesenheit von 7 Mitgliedern der Assyrischen Community übergeben.</p>
<p>Herzlichen Glückwunsch, Yonadam Kanna! Wir sind stolz auf Dich! Wir wünschen Dir Kraft und Mut, Deine politische Arbeit fortzusetzen!Wir wünschen Dir, Deiner Familie und Deinen Freunden alles Gute und sagen Dir &#8220;Gott befohlen&#8221;! (Ich bin mit Yonadam Kanna seit vielen Jahren befreundet).</p>
<p>Diese hohe Auszeichnung anerkennt die Friedens- und Versöhnungsarbeit des Abgeordneten im irakischen Parlament. Zugleich wird damit auch die Person Yonadam Kanna ausgezeichnet, der für sein Volk seit Jahren dafür eintritt, dass die Christen als ethnische und religiöse Minderheit in seinem Heimatland beachtet und gefördert wird. Er tritt für die Rechte aller Minderheiten ein.   (ho)</p>
<p><a href="http://http://www.frrme.co.uk/latest-news/iraq-from-within">www.frrme.org</a> Beschreibung und Informationen über die &#8220;Foundation for Relief and Reconliation in the Middle East&#8221; (FRRME)</p>
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		<title>Türkei: Fortschrittsbericht 2011 &#8211; Bericht in ntv &#8211; 14.Oktober 2011</title>
		<link>http://nordirak-turabdin.de/2011/10/12/turkei-fortschrittsbericht-2011-bericht-in-ntv-14-oktober-2011-einige-anmerkungen/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 19:24:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ho</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Empfohlen]]></category>
		<category><![CDATA[Turabdin]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Fortschrittsbericht 2011 über die Türkei wurde von der verantwortlichen Europäischen Kommission vorgelegt. Sie finden  ihn bei der EU: EUROPEAN COMMISSION Brussels, 12.10.2011 SEC(2011) 1201 COMMISSION STAFF WORKING PAPER TURKEY 2011 PROGRESS REPORT Accompanying the document COMMUNICATION FROM THE COMMISSION TO THE EUROPEAN PARLIAMENT AND THE COUNCIL Enlargement Strategy and Main Challenges 2011-2012 {COM(2011) 666} [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><strong>Der Fortschrittsbericht 2011 über die Türkei wurde von der verantwortlichen Europäischen Kommission vorgelegt. Sie finden  ihn bei der EU: </strong></div>
<p><strong>EUROPEAN COMMISSION Brussels, 12.10.2011 SEC(2011) 1201 </strong></p>
<p><strong>COMMISSION STAFF WORKING PAPER TURKEY 2011 PROGRESS REPORT </strong></p>
<p><strong>Accompanying the document COMMUNICATION FROM THE COMMISSION </strong></p>
<p><strong>TO THE EUROPEAN PARLIAMENT AND THE COUNCIL </strong></p>
<p><strong>Enlargement Strategy and Main Challenges 2011-2012 </strong></p>
<p><strong>{COM(2011) 666}</strong></p>
<p><strong><a title="Türkei Fortschrittsbericht 2011" href="http://ec.europa.eu/enlargement/pdf/key_documents/2011/package/tr_rapport_2011_en.pdf">http://ec.europa.eu/enlargement/pdf/key_documents/2011/package/tr_rapport_2011_en.pdf</a></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"><a title="blocked::http://ec.europa.eu/enlargement/press_corner/key-documents/reports_oct_2011_en.htm" href="http://ec.europa.eu/enlargement/press_corner/key-documents/reports_oct_2011_en.htm" target="_blank">http://ec.europa.eu/enlargement/press_corner/key-documents/reports_oct_2011_en.htm</a></span></strong></p>
<div>*********************************************************************************************************************************</div>
<div></div>
<div></div>
<div><strong>Politik   -   Artikel von n-tv<br />
</strong></div>
<p>Mittwoch, 14. Oktober 2009</p>
<h1 id="articleH1">Fortschrittsbericht zur Türkei: EU rügt Folter und</h1>
<h1>&#8220;Ehrenmorde&#8221;</h1>
<p><strong> Die Türkei ist nach Auffassung der EU noch weit entfernt davon, reif  für einen Beitritt zu sein. Vor allem die Rechte der Frauen und der  Presse würden immer noch schwer missachtet, kritisiert die  EU-Kommission. Die Türkei ist mit dem Bericht trotzdem zufrieden.</strong></p>
<div><a title="Es bleibt viel zu tun: EU-Kommissar Rehn erwartet von allen Beitrittskandidaten größere Anstrengungen." href="http://www.n-tv.de/img/54/547153/O_1000_680_680_THR105-EU-ENLARGEMENT-1014-11.JPG8471124443739331651.jpg"> <img src="http://www.n-tv.de/img/54/547153/Img_16_9_450_THR105-EU-ENLARGEMENT-1014-11.JPG8471124443739331651.jpg" border="0" alt="Es bleibt viel zu tun: EU-Kommissar Rehn erwartet von allen Beitrittskandidaten größere Anstrengungen." width="450" height="253" /> </a></div>
<div>Es bleibt viel zu tun: EU-Kommissar Rehn erwartet von allen Beitrittskandidaten größere Anstrengungen.<br />
<cite>(Foto: REUTERS)</cite></div>
<div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<p>Die Europäische Union hat der Türkei mangelnde Beitrittsreife bescheinigt. Die EU-Kommission prangerte in ihrem <a href="http://ec.europa.eu/enlargement/pdf/key_documents/2009/strategy_paper_2009_en.pdf">jährlichen Fortschrittsbericht</a> zur Türkei vor allem Defizite bei Bürgerrechten und bei der  Meinungsfreiheit an. So genannte Ehrenmorde an Frauen und Folter seien  immer noch &#8220;schwerwiegende Probleme&#8221;, heißt es in dem Bericht. Auch im  gespannten Verhältnis zur griechischen Republik Zypern gebe es keinerlei  Fortschritte.</p>
<p>Gleichwohl seien aber Verbesserungen im Justizsystem zu verzeichnen,  erklärte die EU-Kommission. &#8220;Das Reformtempo muss jetzt deutlich  beschleunigt werden&#8221;, fordert die Gemeinschaft. Die Kommission  kritisiert in dem Dokument wie schon in den vergangenen Jahren Mängel  bei der Wahrung von Meinungs- und Pressefreiheit, Religionsfreiheit,  Gewerkschaftsrechten, ziviler Kontrolle über das Militär und der  Gleichberechtigung von Mann und Frau.</p>
<h3>&#8220;Sehr enttäuscht&#8221;</h3>
<p>Grund zur Sorge sind laut dem Bericht auch Vorwürfe der Folter sowie  Misshandlungen durch Staatsbeamte. &#8220;Journalisten und andere  Intellektuelle werden für ihre Arbeit immer noch drangsaliert&#8221;,  kritisierte EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn. &#8220;Sehr enttäuscht&#8221; zeigte  sich der finnische Kommissar über den erneuten Prozess gegen  Literatur-Nobelpreisträger Orhan Pamuk wegen Äußerungen zur  Armenierfrage. Der FDP-Europaabgeordnete Alexander Graf Lambsdorff  nannte das harte Vorgehen gegen Regierungskritiker &#8220;für einen  Beitrittskandidaten nicht akzeptabel&#8221;.</p>
<p>Als &#8220;historischen Meilenstein&#8221; lobte die Kommission dagegen <a href="http://www.n-tv.de/politik/Tuerkei-Armenien-Abkommen-steht-article541667.html">das Versöhnungsabkommen der Türkei mit Armenien</a>.  Am Wochenende hatten beide Länder Protokolle unterzeichnet, welche die  Grenzöffnung und die Aufnahme diplomatischer Beziehungen vorsehen.</p>
<h3>Türkei zeigt sich zufrieden</h3>
<p>Die türkische Regierung hat den neuen Fortschrittsbericht der EU über  die Entwicklung der Beitrittskandidaten begrüßt. &#8220;Das ist der bis jetzt  objektivste Bericht&#8221;, sagte der türkische Verhandlungsführer und  Europaminister Egemen Bagis in Ankara. Die türkische Regierung sei sich  der Probleme bewusst und sei ernsthaft bemüht, diese zu lösen.</p>
<div><a title="Der türkische Premier Erdogan bekommt vor allem für seine Annäherung an Armenien die Zustimmung der EU." href="http://www.n-tv.de/img/54/547154/O_1000_680_680_2mz30623.jpg5194504449449265151.jpg"> <img src="http://www.n-tv.de/img/54/547154/Img_16_9_220_2mz30623.jpg5194504449449265151.jpg" border="0" alt="Der türkische Premier Erdogan bekommt vor allem für seine Annäherung an Armenien die Zustimmung der EU." width="220" height="123" /> </a></div>
<div><a title="Der türkische Premier Erdogan bekommt vor allem für seine Annäherung an Armenien die Zustimmung der EU." href="http://www.n-tv.de/img/54/547154/O_1000_680_680_2mz30623.jpg5194504449449265151.jpg"></a>Der türkische Premier Erdogan bekommt vor allem für seine Annäherung an Armenien die Zustimmung der EU.<br />
<cite>(Foto: dpa)</cite></div>
<div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<p>Die EU verhandelt nach einem einstimmigen Beschluss der  EU-Mitgliedstaaten mit der Türkei seit 2005 über einen Beitritt.  Inzwischen lehnt Frankreich offen die Aufnahme des muslimisch geprägten  Landes ab. In Deutschland sind die Unionsparteien gegen eine  EU-Mitgliedschaft der Türkei und treten stattdessen für eine  privilegierte Partnerschaft ein. Hingegen ist der künftige  Koalitionspartner FDP nicht generell gegen einen EU-Beitritt der Türkei,  sieht aber die Voraussetzungen noch nicht erfüllt &#8230;.</p>
<p><em>AFP/rts/dpa</em></p>
<p>Quelle: <a title="Türkei: Fortschrittsbericht 2011" href="http://www.n-tv.de/politik/EU-ruegt-Folter-und-Ehrenmorde-article547152.html">http://www.n-tv.de/politik/EU-ruegt-Folter-und-Ehrenmorde-article547152.html</a></p>
<p>VIELEN DANK!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein türkisches Geschichtsbuch verursacht Ärger</title>
		<link>http://nordirak-turabdin.de/2011/10/08/ein-turkisches-geschichtsbuch-fur-die-10-klasse-verursacht-arger-unter-den-syrischen-christen-aramaern-assyrern-syriacs/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 11:45:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ho</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Empfohlen]]></category>
		<category><![CDATA[Turabdin]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorbemerkung: Im folgenden werden verschiedene Texte in Deutsch und Englisch abgedruckt, die sich alle auf die Herausgabe eines türkischen Geschichtsbuches für die Klasse 10 beziehen. Alle Texte weisen darauf hin, dass von seiten der Türkei sehr tendenziös bis falsch über die Aramäer, Assyrer, Syriacs berichtet wurde. Interessant ist der &#8220;Offene Brief&#8221;, der aus dem Turabdin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><em>Vorbemerkung: </em></h3>
<h3><em>Im folgenden werden verschiedene Texte in Deutsch und Englisch abgedruckt, die sich alle auf die Herausgabe eines türkischen Geschichtsbuches für die Klasse 10 beziehen. Alle Texte weisen darauf hin, dass von seiten der Türkei sehr tendenziös bis falsch über die Aramäer, Assyrer, Syriacs berichtet wurde. </em></h3>
<h3><em>Interessant ist der &#8220;Offene Brief&#8221;, der aus dem Turabdin kommt und von verschiedenen Organisationen unterschrieben wurde. Vorausgeht ein Abschnitt, der aus dem Geschichtsbuch genommen ist und vom Türkischen ins Englische übersetzt wurde. Diese beiden Texte stehen am Anfang.<br />
</em></h3>
<h3><em>Außerdem sind Stellungnahmen der &#8220;Föderation der Aramäer in Deutschland  (FASD)&#8221;, der &#8220;Assyrisch Demokratischen Organisation (ADO)&#8221; und ein Artikel aus den News (Iran Book News Agency&#8221;) hier abgedruckt.<br />
</em></h3>
<p>**********************************************************************************************************************************</p>
<h3><span style="color: #000080;">! Die beiden Texte kommen aus dem Turabdin</span>!</h3>
<h3><strong>From  the 10<sup>th</sup> grade textbook – Published by the MoNE 2011  (</strong><span style="color: #ff0000;"><strong>unofficial  translation</strong></span><strong>)  Authors: Vicdan Cazgır, İlhan Genç, Mehmet Çelik, Celal Genç, Şenol Türedi </strong></h3>
<div>
<div>
<div lang="EN-GB">
<h3><strong> </strong></h3>
<h3><strong>Syriacs in the  Ottoman Period </strong></h3>
<h3>Syriacs  is one of the communities  lived in the Ottoman State. There are  different views on the ethnic origins of  the Syriacs. According to one,  the origins of the Syriacs are linked to Aramis  and according to the  other it is linked to Assyrians. Petrus, one of the  apostles of Jesus  Christ, founded a church in Antioch in A.D. 37, thus  disseminated  Christianity in the region. This was the first time when the  Syriacs  met with Christianity.</h3>
<h3>Syriacs  left the Roman Church due to  pressures imposed by the Church and  established Syriac Jacobi Patriarchate  called Patriarchate of Antioch  in 543. However due to the Roman Church’s  ambition to be the sole power  as well as due to continued pressures, they had to  leave the Antioch  and migrate to South-eastern Anatolia. In the mean time, some  Syriacs  joined different sects. Syriacs had their toughest times during the   Byzantine Empire. The assimilation policy of the Byzantines turned into   pressures and massacre. During the Byzantine period Syriacs mainly  dealt with  trade and agriculture in the South East. Syriacs used their  religious places for  education purposes too.</h3>
<h3>In  XI’th century there were many  Syriacs in Anatolia. Due to the Armenian  influence on Syriacs, the Syriac  population started to decrease  rapidly. In the initial years of Seljuk raids to  Anatolia, Syriacs were  under the pressure of Byzantines and Armenians. When  Kılıçarsalan 1st  besieged Malatya Syriacs wanted to leave the city to the Turks  because  they were fed up with the pressures imposed by the administrators of the   city. The Seljuk State did not intervene in the religion and faith of  the  Syriacs under their rule and did not impose any persecution or  pressures.</h3>
<h3>During  the Ottoman period freedom of  faith for all non-Muslim elements was  also granted to Syriacs, their religious  lives were not intervened.  Churches which belonged to the Syriacs were attached  to the Armenian  Patriarchate, thus their relations with the Ottoman State were   regulated.</h3>
<h3>During  the Ist World War with the  provocations of Russians and the European  States Syriacs revolted however,  having failed in these revolts  majority of the Syriacs left the Ottoman  territories. England provoked  the Syriac minority in 1924 in order to dominate  the routes leading to  oil reserves. The incidents further escalated in a short  time. The  rebels took hostage the governor of Hakkari. The revolts which broke   out in August could only be dispersed in early October. After this  revolt the  minority called Nasturis left Turkey completely.</h3>
<h3>According  to the Lausanne Treaty,  Syriacs were considered as the citizen of the  Republic of Turkey. Therefore they  enjoyed the right to equality before  law. Syrian migration increased in recent  years due to economic  factors. Particularly Syrians that have migrated abroad  remain inert in  the face of the political and religious manipulations of those  states  in order to enjoy economic prosperity of the West. During the World War   Ist, Syriacs took side with Russians. Fight against Syriacs took place  under  conditions of war therefore genocide is not a matter in question.</h3>
<h3>Syriacs  have pursued their religious  and societal activities without any  hindrances. Today our non-Muslim citizens  mostly live in cities. They  are able to freely pursue their economic activities.  Syriac population  has decreased due to migration abroad and they mainly live  around  Mardin.</h3>
<h3>
<dl id="attachment_458">
<dt><a href="http://nordirak-turabdin.de/?attachment_id=458"><img title="083.kafro_in_der_abendsonne_kl" src="http://nordirak-turabdin.de/wp-content/uploads/2011/07/083.kafro_in_der_abendsonne_kl-e1318085158830-700x242.jpg" alt="" width="700" height="242" /></a></dt>
<h4>Kafro in der Abendsonne</h4>
</dl>
</h3>
<h4><strong> </strong></h4>
<h4><strong> </strong></h4>
<h4><strong>Press  statement </strong></h4>
<h4><strong>T0 THE PRESS AND  THE PUBLIC  OPINION</strong></h4>
<h4>30 September  2011</h4>
<h4>Syriacs  are a Christian people,  legacy of the organic culture of the ancient  Mesopotamia. Throughout history  they have nourished the Eastern-Western  culture and contributed significantly to  the humanitarian philosophy  as the main dynamic of the Eastern  culture.</h4>
<h4>Within  the borders of Turkey,  Syriacs is a reality of a different faith and  culture. Never in history have  they demonstrated any adverse approaches  or stances against the state. On the  contrary they have acted honestly  and sincerely under every circumstance.</h4>
<h4>We  believe that, in order to ensure  co-existence of different cultures in  the Republic of Turkey within the  mainframe of universal values of  fraternity, these differences need to have the  right knowledge about  one another.</h4>
<h4>Education  is the key to ensure that  different cultures on this geography know  each other well. The fact that  differences are the realities of our  country as well as its wealth, should be  taught to people in practice.</h4>
<h4>We  hope that, as part of the synergy  generated by the societal change and  openings that our country has been going  through, the policies  ignoring, melting these differences and creating  prototypes will all  become a thing of the past. The mental trauma caused by  these policies  which have been pursued for years can only be treated by honestly   facing these wrong policies, accepting all differences as they are and  attaining  universal standards.</h4>
<h4>We  consider that the  democratisations steps which have particularly been  accelerated as part of the  full membership process to the EU, are very  important and we support these  steps. Amendment to laws is a beginning  however not enough. What matters is the  change of mentality.  Unfortunately this mentality still considers the minorities  as a  potential threat.</h4>
<h4>Racist  and provocative statements  against the Syriacs included in the History  Text Books of Grade 10, which have  been covered by the press recently,  is a tangible example to this mentality. We  shall not touch upon the  unrealistic and subjective interpretation of history  that is included  in these books. However the grave issue is that the students  are  explicitly provoked against Syriacs. It is deliberately and purposefully   imprinted into the subconscious of the students that Syriacs are  actually a  potential threat. The statements in the book fall under the  scope of hate  crimes. Text books should provide objective information  rather than ideological  interpretations. Moreover they should infuse  living in friendship with different  identities, as well as fraternity  and love.</h4>
<h4>We  demand that these text books are  immediately excluded from the  curriculum. If Syriacs will be described in text  books we would be  pleased with that. However this should be about the language,   literature and culture of the Syriacs and Syriacs should be consulted  for this  purpose.</h4>
<h4>The  country has been going through a  sensitive period. We need positive  approaches more than ever. As an indication  of the need to act  responsibly and in common sense we would like to announce our   sensitivity on the matter in order to contribute positively to the  societal  perception in view of avoiding negative affects.</h4>
<h4><strong>Mardin Syriac  Metropolit &#8211; Deyrulzafaran Monastery </strong></h4>
<h4><strong>Midyat Syriac  Churches Foundation </strong></h4>
<h4><strong>İdil Syriac  Ancient Foundation </strong></h4>
<h4><strong>Mesopotamia  Culture and Solidarity Association İstanbul</strong></h4>
<h4><strong>Midyat Southeast  (Turabdin) Syriacs Culture and Solidarity  Association</strong></h4>
<h4><strong>Anıtlı (Hah)  Syriac Mother Mary Monastery and Churches Association /  Midyat</strong></h4>
<h4><strong>Midyat Syriac  Youth Culture Association</strong></h4>
<h4><strong>İdil Syriac  Culture Fraternity, Love and Tolerance Assoc. </strong></h4>
<h4><strong>Nusaybin Syriac  Culture and Solidarity Assoc.</strong></h4>
<h4><strong>Elbeğendi (Kafro)  Development and Solidarity Assoc. / Midyat</strong></h4>
<h4><strong>Öğündük (Midin)  Village Development and Culture Assoc. /  İdil</strong></h4>
<h4><strong>Gülgöze (İvardo)  Syriac Culture, Development and Solidarity /  Midyat</strong></h4>
<h4><strong>Yemişli (Enhil)  Assoc. for Village Development and Reconciliation and Protection of Churches </strong></h4>
<h4><strong>Keldian -Assyrian  Solidarity Assoc. KADER / İstanbul</strong></h4>
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<h3>Source: I got these two texts from friends of Turabdin &#8211; 07.10.2011</h3>
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<h3>Föderation der Aramäer (Suryoye) in Deutschland (FASD) e.V.<br />
Federation of the Arameans (Syriacs) in Germany<br />
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<p>Türkisches Schulbuch bezeichnet Aramäer als Landesverräter</h3>
<p>HEIDELBERG, 03.10.11 – Die Hetzkampagne und Agitation des türkischen Staates gegenüber der aramäischen Gemeinschaft in der Türkei erreicht eine neue und sehr gefährliche Qualität.<br />
Im Geschichtsbuch für die zehnte Klasse werden Aramäer jetzt als Landesverräter beschrieben, die aus wirtschaftlichen Gründen aus der Türkei ausgewandert und im Westen „zum Werkzeug der politischen und religiösen Interessen der dortigen Länder“ geworden seien.<br />
Ein handfester Skandal, der auch Deutschland und die angesprochenen westlichen Staaten was angeht, so der Bundesvorsitzende des Dachverbands der Aramäer in Deutschland, Daniyel Demir. „Wir sprechen schon seit geraumer Zeit von einer Einschüchterungs- und Hetzkampagne, die offenkundig auch von staatlicher Seite unterstützt wird. Unsere Ansicht bestätigt sich immer wieder. Und das ist nicht hinnehmbar. Wir fordern von der türkischen Regierung die unverzügliche Rücknahme dieses ´Geschichtsbuches´ und entsprechende Richtigstellung“.<br />
Die indigene aramäische Bevölkerung wird in ihrer Heimat, dem Turabdin im Südosten der Türkei seit Jahrhunderten verfolgt. Lautlos, nahezu unbemerkt stirbt hier ein ehemals großes Volk, verschwindet eine Kultur, geht eine biblische Sprache verloren. Im ersten Weltkrieg wurden die Aramäer wegen ihres urchristlichen Glaubens verfolgt und Hunderttausende Opfer des Völkermordes im Osmanischen Reich. Während der jahrzehntelangen Kämpfe zwischen kurdischen Rebellen und der türkischen Armee im Südosten des Landes flohen Tausende aus ihrem Siedlungsgebiet am &#8220;Berg der Knechte Gottes&#8221;. Von einst 200.000 Menschen in den 60er Jahren leben heute nur noch 2.000 in ihrer angestammten Heimat.<br />
Seit 2008 werden haarsträubende Prozesse gegen das aramäische Kloster Mor Gabriel und seine Leitung geführt. Erdogan und seine Regierung verstecken sich hinter der Unabhängigkeit der Justiz, während es staatliche Behörden sind, die die Verfahren gegen das Kloster unnachgiebig führen. Ziel dieser systematischen juristischen Angriffe ist zum einen die letzten verbliebenen Aramäer in der Region zu zermürben und zu vertreiben. Zum anderen werden sie dadurch in der öffentlichen Meinung und in der regionalen Bevölkerung gezielt diskreditiert. Dieses vom türkischen Staat veröffentlichte Schulbuch aus dem Jahr 2011 heizt die negative Stimmung gegen die wenigen noch verbliebenen Aramäer weiter an.<br />
Erst 2009 wurde in einer Umfrage, die mit Unterstützung der EU von der jüdischen Gemeinde in der Türkei vorgenommen wurde, eine breite Ablehnung von Juden und Christen durch die muslimische Bevölkerungsmehrheit der Türkei dokumentiert. Jeder dritte Türke sagt, dass er keinen Christen als Nachbarn haben will, noch mehr lehnen Juden ab.</p>
<p>Mehr als jeder zweite Befragte lehnte in der Umfrage die Beschäftigung von Nicht-Muslimen in der Justiz, in der Armee, bei der Polizei, beim Geheimdienst und in den politischen Parteien ab. Über 40 Prozent sind zudem dagegen, dass Christen oder Juden in der Wissenschaft und im Gesundheitswesen vertreten sind.<br />
Geht man diesen Ergebnissen auf den Grund, gelangt man ohne Umwege zum türkischen Staat, in diesem aktuellen Fall zum Ministerium für Bildung und Erziehung. Das besagte Ministerium fiel bereits im April 2003 unter der damaligen Leitung von Hüseyin Çelik mit Dekreten gegen christliche Minderheiten auf. Das Ministerium veranlasste die türkischen Schüler dazu, an einem Aufsatzwettbewerb für die angebliche „Völkermordlüge“ der Armenier, Pontosgriechen sowie Aramäer mitzuwirken. Gleichzeitig verpflichtete das Ministerium die türkische Lehrerschaft zur Teilnahme an dazu passenden Fortbildungsmaßnahmen und hat die Neuauflagen veralteter türkischer Schulbücher vorgenommen, in denen Nicht-Muslime in der Türkei als „Spione“, „Verräter“ sowie „Barbaren“ bezeichnet werden. Zudem verweisen die Bücher darauf, dass deren Schulen, Kirchen sowie jüdische Synagogen „schädliche Gemeinden“ sind.<br />
Wer Zuneigung und Toleranz einfordere, müsse diese Eigenschaften auch selbst an den Tag legen, mahnt der Bundesvorsitzende Demir. Allerdings stehen die Zeichen nach diesen neuesten Entwicklungen eher schlecht. „Für den türkischen Staat ist die Zeit gekommen, die kulturelle Vielfalt im Land zu akzeptieren und zu schützen – anstatt sie zu bekämpfen. Jetzt muss die Türkei entscheiden, ob sie eine Jahrtausende alte Kultur erhalten oder auch noch die Reste ihrer nicht muslimischen Tradition auslöschen will.“, so Demir weiter.<br />
In der Türkei gebe es unabhängig von der Religionszugehörigkeit nur „Bürger erster Klasse“, sagte Erdogan kürzlich. Bundespräsident Christian Wulff sieht die Türkei sogar als Vorbild einer gelungenen Verbindung von muslimischer Gesellschaft und demokratischer Staatsordnung. „Die Türkei ist ein Beispiel dafür, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus kein Widerspruch sein müssen“, sagte neulich das Staatsoberhaupt einer großen Tageszeitung.<br />
Mit solch überschwänglich, positiven Formulierungen sieht man der Wahrheit jedenfalls nicht ins Auge. Als Dachverband der Aramäer in Deutschland fordern wir die deutsche Bundesregierung auf, aktiv zu werden, gegen eine Politik, Opfer als Täter darzustellen und zu verunglimpfen.<br />
Der Bundesvorstand</p>
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<p><strong>Quelle: Veröffentlichung der &#8220;Föderation der Aramäer (Suryoye) in Deutschland vom 03.10.2011</strong></p>
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<p><strong>Assyrisch Demokratische Organisation e. V. Sektion Europa (A D O) </strong></p>
<p><strong>KRITIK und APPELL</strong></p>
<p>Das Geschichtsbuch Sekundarstufe II des türkischen Ministeriums für nationale Ausbildung,</p>
<p>das am 03.03.2011 herausgegeben worden ist, enthält rassistische und falsche Angaben über die assyrische Volksgruppe in der Türkei.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf den Seiten 65-66 werden die Assyrer pauschal als unzuverlässige Staatsbürger hingestellt,</p>
<p>Es heißt dort: &#8220;In diesem Sinne waren die Assyrer ein sehr problematischer Fall des Osmanischen Reiches&#8221;. Die Assyrer sollen das Land durch die Zusammenarbeit mit den großen Mächten wie Europa und Russland verraten haben. Es werden aber keine Beweise genannt, denn es gibt keine.</p>
<p>Die Fluchtwelle der Assyrer aus ihren Siedlungsgebieten, die heute zur Türkei gehören, wird mit einem Hinweis auf wirtschaftliche Gründe erklärt. Doch der tatsächliche Grund der Auswanderung aus der Türkei  beruht auf der politischen, ethnischen und religiösen Diskriminierung, nämlich auf Verfolgung, Unterdrückung, Vertreibung bis zur Ermordung von assyrischen Männern, Frauen und Kindern, Von all dem wird im Geschichtsbuch nichts berichtet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die türkische Politik verfälscht seit Jahrzehnten die Geschichte Anatoliens und ihrer damaligen und heutigen assyrischen Bewohner. Denn diese Geschichtsschreibung der Türkei basiert nicht auf Fakten. Die Geschichte wird unseres Erachtens manipuliert, um Vorurteile und Misstrauen zu schüren. Dadurch wird das Miteinander der verschiedenen Volksgruppen in der Türkei erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist längst an der Zeit, allen Volksgruppen in der Türkei, auch den nichtmuslimischen, die Rechte zu gewähren, die die Türkei durch die Unterzeichnung der UN-Menschenrechtskonvention von 1948 als maßgeblich anerkannt hat. Dazu gehören Glaubensfreiheit und Recht auf die eigene Sprache und Kultur.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir appellieren an die westliche Öffentlichkeit, Druck auf die Türkei auszuüben, damit sie ihre aggressiven und feindseligen Handlungen gegenüber den in der Türkei lebenden Völkern sofort beendet. Wir rufen die Verantwortlichen in der Türkei auf, sich für eine friedliche Gesellschaft in der Türkei einzusetzen und unter anderem wahrheitsgemäß über die geschichtlichen und kulturellen Leistungen der Assyrer zu informieren und ebenso über deren derzeitige Situation. Das Geschichtsbuch für die Sekundarstufe II vom 03. 03. 2011 ist einzuziehen.</p>
<h5>Hinweis: Ich bekam diesen Text &#8220;Kritik und Appell von der ADO (Assyrische Demokratische Organisation&#8221; am 07.10.2011 zugeschickt.</h5>
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<h3><span style="color: #000080;">Turkish High School History Book Portrays Assyrians As Traitors</span></h3>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="4">
<tbody>
<tr>
<td valign="top">Source : <span style="color: #404040;">http://www.aina.org/releases/20111002110757.htm</span></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="2">5 Oct 2011  20:18</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3 id="doc9">The  Turkish National Education Ministry in Ankara has recently published  the 3rd edition of a history textbook used in 10th grade high school  classes. However, the textbook presents distorted historical information  about Assyrians calling them as traitors who rebelled against Turkey.</h3>
<h3>IBNA:  An article in the Turkish Newspaper Today&#8217;s Zaman titled  &#8220;Discriminative Discourse in History Textbooks Upsets Assyrians&#8221; points  to the problematic part of the book, which is the Ottoman period.  According to the article, these textbooks frame World War I as a  breaking point in which Assyrians betrayed and stabbed the country in  the back by cooperating with the great powers like Russia. Moreover, it  also focuses on recent sociological aspects of the community&#8217;s relations  with the state.</h3>
<h3>The migration of Assyrians to Europe increased  for economic reasons. But this fact is presented in the text from a  negative standpoint in which Assyrians are instrumental elements for  European political goals, manipulating them for Western interests in  their relation with Turkey.</h3>
<h3>The article quotes an Assyrian  writer, who criticizes various aspects of the book, saying &#8220;the history  of Assyrian people must be rewritten with the assistance of Assyrian  scholars and by taking their opinions into account.&#8221;</h3>
<h3>An open  protest letter signed by more than twenty organizations from Turkey and  the Assyrian Diaspora, and addressed to the Turkish Education Ministry,  says this kind of initiative is an example of how &#8220;distorted and  defamatory information about the Assyrian Christians is aimed to plant  hatred into the young generation&#8217;s mindset&#8221; and create enmity between  the various ethnic groups in Turkey. The letter also points to the fact  that the language of the textbook &#8220;violates Article 26, clause 2 of the  United Nation&#8217;s Universal Declaration of Human Rights, which Turkey  signed and which regards education as opportunity of the development of  human personality and aimed at strengthening respect for human rights  and fundamental freedom.&#8221;</h3>
<h3>Education should promote  understanding, tolerance and friendship between nations, races and  between religious communities, the letter says. The history textbook,  however, is promoting &#8220;hatred rather than establishing peace and  brotherhood,&#8221; the letter concludes. The letter demands the textbook be  withdrawn from the school curriculum because its claims about Assyrians  are unfounded and based on lies.</h3>
<h3>In another public appeal,  fourteen Assyrian civil and religious organizations in Turkey, among  them &#8230;&#8230;.. the Monastery of Hah, parish  committees and many village associations of Tur Abdin in South-East  Turkey, deny the claims raised in the book, saying that Assyrians have  been &#8220;always loyal and honest to the country.&#8221; The religious and  cultural difference of Christians with the majority population is a  historical reality and the government needs to promote mutual  understanding and brotherhood among them. This is supported through a  proper education, the appeal says.</h3>
<h3>Assyrians have been  supportive of Turkey&#8217;s positive democratization steps along the process  of becoming a full member in the European Union. However, Assyrians  regard the constitutional changes only as initial steps towards that  goal. What is important, they stress, is a change of mindset. Obviously  the official Turkish attitude is still to &#8220;depict minorities as a  potential danger,&#8221; according to the appeal. The group demanded the  withdrawal of the textbook and offered consultation for a revision.</h3>
<h3>With  its textbook initiative, Turkey proves that it is far from a European  understanding of free speech, which is an essential property of European  identity. But the European Charter also stresses the recognition and  protection of minorities. What Turkey does is the opposite. By depicting  Christian groups as traitors, it confronts their members with hatred  and open attacks. State organizations and judicial systems have the  obligation to promote an environment of free speech and dialogue between  different groups and depict differences in ethnicity as richness in a  human mosaic.</h3>
<div>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"><a title="blocked::http://www.ibna.ir/vdcfjedyjw6dy1a.r7iw.html" href="http://www.ibna.ir/vdcfjedyjw6dy1a.r7iw.html" target="_blank">Source: http://www.ibna.ir/vdcfjedyjw6dy1a.r7iw.html</a></span></p>
<h3><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;">Source: Iran Book News Agency &#8211; 05.10.2011<br />
</span></h3>
</div>
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<div id="attachment_1011" class="wp-caption aligncenter" style="width: 710px"><a rel="attachment wp-att-1011" href="http://nordirak-turabdin.de/einfuhrung-turabdin/kloster-deyrulzafaran-bei-mardin/"><img class="size-large wp-image-1011" title="Kloster Deyrulzafaran bei Mardin" src="http://nordirak-turabdin.de/wp-content/uploads/2011/08/242.kloster_deyrulzafaran_kl-e1318076193225-700x266.jpg" alt="" width="700" height="266" /></a><p class="wp-caption-text">Kloster Hananya -  Deyrulzafaran bei Mardin</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h2><em><span style="font-family: Times New Roman; font-size: x-small;"> </span></em></h2>
<h2><em><span style="font-family: Times New Roman; font-size: x-small;"> </span></em></h2>
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