Wenn wir hier vom “Nordirak” sprechen, dann meinen wir zunächst den nördlichen Teil des Irak; er ist die Heimat der irakischen Christen.
Politisch gesehen gehört dazu Irakisch Kurdistan, also die autonome Provinz Kurdistan mit den Regierungsbezirken Dohuk, Erbil (zugleich Hauptstadt von Irakisch Kurdistan) und Sulaymaniya und der Distrikt “Nineveh Ebene” mit den Städten Telkef, Shekhan und Al Hamdanya. Politisch gehört dieser Distrikt zum Regierungsbezirk Ninewa.
Die irakischen Christen gehören verschiedenen Kirchen und Konfessionen an. Sie sind kulturell und ethnisch gesehen eine Nation mit drei Namen: Assyrer Chaldäer Syrer. Die syrische Sprache, die sich aus dem Aramäischen entwickelte, verbindet die Christen.
Hinzu kommen noch die armenischen Christen, die ethnisch gesehen zu den Armeniern gehören.
Seit 1991 haben wir Kontakte zu den Christen im Nordirak. Durch die verschiedenen Kriege, die die Bevölkerung im Irak zu bestehen hatte, sind die Christen in schwierige Situationen geraten. Wir versuchten, mit ihnen in ökumenischer Solidarität zusammen zu stehen und ihnen durch verschiedene Projekte zu helfen. Auch haben wir die Christen immer wieder besucht.
Es liegt uns daran, dass die Christen im Nordirak nicht vergessen werden, sondern dass ihr Ergehen und ihr Schicksal von uns aufmerksam wahrgenommen wird. Sie gehören zu der bunten ökumenischen Bewegung der Christen und gehörenzugleich zu den ältesten Zweigen am Baum dieser weltweiten Familie der Christen.
Der Tigris bei Fish HabourEine Google Landkarte hilft uns. Einige Städte sind gekennzeichnet: z.B. Dohuk, Alqosh, Al Amadiyah, Erbil, Halabja, Zakho, Fish Habour usw.